Vitamin C in heißen Getränken: Geht es durch Hitze verloren?

Ein heißes Getränk mit Vitamin C klingt zunächst nach einem kleinen Widerspruch. Schließlich hört man immer wieder, Vitamin C sei hitzeempfindlich. Muss das Wasser also erst abkühlen, bevor das Vitamin eine Chance hat?

Ganz so empfindlich ist die Sache nicht.

Vitamin C reagiert zwar auf Wärme, Sauerstoff und Licht. Beim Kontakt mit heißem Wasser verschwindet es aber nicht plötzlich aus der Tasse. Wie viel Vitamin C erhalten bleibt, hängt von mehreren Faktoren gleichzeitig ab. Besonders wichtig sind die Temperatur, die Dauer der Wärmeeinwirkung und die Zusammensetzung des Getränks.

Hitzeempfindlich heißt nicht sofort zerstört

Vitamin C gehört zu den wasserlöslichen Vitaminen. Die bekannteste Form ist L-Ascorbinsäure. Sie kann unter dem Einfluss von Sauerstoff oxidiert und anschließend weiter abgebaut werden.

Dieser Vorgang braucht jedoch Zeit. Deshalb funktioniert der Vitamin-C-Abbau nicht wie ein Lichtschalter nach dem Prinzip: heiß gleich weg.

Eine kurze Wärmeeinwirkung kann ganz anders wirken als ein Getränk, das über lange Zeit warmgehalten wird. Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur „Wie heiß?“, sondern auch „Wie lange?“.

Warum nicht jedes Getränk gleich reagiert

Temperatur ist nur ein Teil der Geschichte. Auch Sauerstoff, Licht und der pH-Wert können beeinflussen, wie schnell Vitamin C abgebaut wird.

Und dann kommt noch die Rezeptur ins Spiel.

Ein frisch gepresster Zitronensaft, ein selbst gemachter Früchtetee und ein angereichertes Getränkepulver sind chemisch unterschiedliche Systeme. Sie enthalten verschiedene Zutaten, haben unterschiedliche pH-Werte und werden unterschiedlich verarbeitet.

Deshalb lässt sich das Ergebnis eines Produktes nicht einfach auf ein anderes übertragen.

Oder etwas weniger wissenschaftlich gesagt: Nicht jede Tasse spielt nach denselben Regeln.

Was bedeutet dann „hitzestabiles Vitamin C“?

Der Begriff sollte nicht bedeuten, dass Vitamin C bei jeder Temperatur und für unbegrenzte Zeit unverändert bleibt.

Sinnvoll ist eine solche Aussage nur dann, wenn eine konkrete Rezeptur unter definierten Bedingungen untersucht wurde. Dazu gehören beispielsweise die verwendete Wassermenge, die Temperatur bei der Zubereitung und die Zeitspanne, über die der Vitamin-C-Gehalt gemessen wurde.

Genau deshalb sind produktspezifische Messungen aussagekräftiger als allgemeine Küchenregeln – insbesondere bei ADDITIVA Heißgetränke mit Vitamin C, deren Rezeptur und Zubereitungsbedingungen gezielt betrachtet werden.

Für ein angereichertes Getränk kann also durchaus gezeigt werden, dass der Vitamin-C-Gehalt unter den vorgesehenen Zubereitungsbedingungen über einen bestimmten Zeitraum weitgehend stabil bleibt. Dieses Ergebnis gilt dann aber genau für dieses Produkt und diese geprüften Bedingungen.

Und was ist mit der heißen Zitrone zu Hause?

Auch hier gilt: Je länger Vitamin C hohen Temperaturen, Sauerstoff und Licht ausgesetzt ist, desto eher können Verluste auftreten.

Wer Zitronensaft in sehr heißes Wasser gibt und die Tasse anschließend zwei Stunden auf der sonnigen Fensterbank vergisst, schafft deshalb nicht gerade Idealbedingungen.

Eine genaue Restmenge lässt sich daraus trotzdem nicht berechnen. Dafür müsste man tatsächlich messen.

Bei angereicherten Getränken ist es deshalb sinnvoller, sich an die jeweilige Zubereitungsempfehlung zu halten, statt die heimische Küche zum Vitamin-C-Labor zu erklären.

Ist kalt automatisch besser?

Niedrigere Temperaturen können den Vitamin-C-Abbau verlangsamen. Das bedeutet aber nicht, dass ein kaltes Getränk automatisch unter allen Bedingungen „besser“ ist.

Auch dort spielen Sauerstoff, Licht und Standzeit eine Rolle. Ein kaltes Getränk, das lange offen herumsteht, ist deshalb ebenfalls keine perfekte Aufbewahrungsmethode.

Wenn ein Produkt sowohl heiß als auch kalt zubereitet werden kann, sollte für beide Varianten die empfohlene Wassermenge und Zubereitung beachtet werden.

Was macht Vitamin C eigentlich im Körper?

Vitamin C übernimmt zahlreiche normale Funktionen im menschlichen Körper. Unter anderem trägt es zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei und trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Mehr Grundlagen dazu findest Du im Beitrag Wofür Vitamin C im Körper wichtig ist.

Das bedeutet allerdings nicht, dass besonders viel Vitamin C automatisch besonders viel bringt oder dass ein Vitamin-C-Getränk eine Erkältung verhindert.

Auch hier gilt also: sinnvoll statt maximal.

ADDITIVA Heiße Zitrone: entscheidend ist die geprüfte Rezeptur

Für alle ADDITIVA Heißgetränke wurde die Vitamin-C-Stabilität der jeweiligen Getränkerezeptur untersucht. Dank der besonderen galenischen Lösung bleibt der Vitamin-C-Gehalt mindestens 60 Minuten auf dem deklarierten Niveau der Packung. Als konkretes Beispiel innerhalb der Heißgetränke-Linie eignet sich Heißer Sanddorn mit Vitamin C, Vitamin D3 und Zink.

Fazit: Heiß bedeutet nicht vitaminfrei

Vitamin C ist hitzeempfindlich. Aber heißes Wasser löscht es nicht innerhalb eines Augenblicks aus einem Getränk.

Wie viel erhalten bleibt, hängt von Temperatur, Zeit, Sauerstoff, Licht, pH-Wert und vor allem von der jeweiligen Rezeptur ab.

Die gute Nachricht für den Alltag: Man muss aus einer Tasse Heißgetränk keine Wissenschaft machen. Wenn ein Produkt geprüft wurde, einfach nach Anleitung zubereiten und genießen.

Wenn Du das Thema saisonal und genussorientiert vertiefen möchtest, bietet der Beitrag Wärmender Genuss mit Vitaminen einen passenden weiterführenden Lesetipp.

Quellenverzeichnis

1. Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): „Vitamin C steckt nicht nur in Obst und Gemüse“, aktualisiert am 16.03.2026. https://www.bfr.bund.de/fragen-und-antworten/thema/vitamin-c-steckt-nicht-nur-in-obst-und-gemuese/

2. Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): „Vitamin C – Referenzwerte“. https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/vitamin-c/

3. National Institutes of Health, Office of Dietary Supplements: „Vitamin C – Health Professional Fact Sheet“, aktualisiert am 31.07.2025. https://ods.od.nih.gov/factsheets/VitaminC-HealthProfessional/

4. Europäische Kommission: Verordnung (EU) Nr. 432/2012 zu zugelassenen gesundheitsbezogenen Angaben über Lebensmittel, konsolidierte Fassung. https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=CELEX:02012R0432-20210517

5. Giannakourou MC, Taoukis PS. Effect of Alternative Preservation Steps and Storage on Vitamin C Stability in Fruit and Vegetable Products: Critical Review and Kinetic Modelling Approaches. Foods. 2021;10(11):2630. https://doi.org/10.3390/foods10112630

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